Coronavirus und CF -Fragen und Antworten

Schulen und Kitas in Deutschland sind geschlossen. Einige Grenzen werden dichtgemacht, das öffentliche Leben steht still. Uns erreichen immer wieder besorgte Anfragen von Mukoviszidose-Betroffenen und ihren Familien zum Umgang mit dem Coronavirus Covid-19 und der neuen Situation. Wir haben daher jetzt extra eine telefonische Beratung zum Thema Mukoviszidose und Coronavirus eingerichtet. Täglich von 14:30 bis 16:00 Uhr können Sie uns Ihre Fragen dazu stellen. Sie erreichen die Hotline unter der 0228-987800.

Laut RKI/BzgA sollte angesichts der aktuellen Situation mit dem neuen SARS-CoV-2 Virus Folgendes beachtet werden: „Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind die korrekte Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.“ Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit und besonders für Mukoviszidose-Betroffene und ihre Angehörigen angeraten. Konkret heißt das:

  • Regelmäßiges Händewaschen (die Hände unter fließendem Wasser anfeuchten, 20-30 sec. lang gründlich einseifen, unter fließendem Wasser abspülen, gründlich abtrocknen). Regelmäßig heißt: vor dem Essen, nach der Toilette, nach Kontakt mit anderen Menschen oder Tieren, nach Kontakt mit Oberflächen/Dingen im öffentlichen Raum, die durch anderen Menschen angefasst wurden (z.B. Türklinken, Geld, Haltegriffe in Verkehrsmitteln, Treppengeländer, Aufzugknöpfe). 
  • No Handshake!
  • Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen!
  • Bei Kontakt mit anderen Menschen, die Zeichen einer Atemwegsinfektion zeigen (husten, niesen, schniefen etc.): Abstand von 1 - 2 m halten, sich wegdrehen, wenn andere husten oder niesen, die erkrankten Menschen bitten, die Hustenetikette einzuhalten: husten und niesen in die Armbeuge oder in Taschentuch, das dann sofort entsorgt wird, Hände waschen und sich beim Husten oder Niesen von anderen Menschen abwenden.
  • Räume regelmäßig für ein paar Minuten lüften
  • Häufig genutzte Alltagsgegenstände wie Handys und Tablets regelmäßig reinigen bzw. desinfizieren. Desinfektionsmittel zählen nicht zu den wichtigsten vom RKI genannten Schutzmaßnahmen. Wenn solche verwendet werden, reichen laut RKI zur chemischen Desinfektion Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren, wie dem SARS-COV-2), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden. Normale Handdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis tragen in der Regel das Prädikat „begrenzt viruzid“.

Qualitätsgesicherte Informationen gibt es bspw. auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Robert Koch Institut.

Wollen Sie Ihre Umgebung auf Hygienetipps aufmerksam machen? Infomaterial gibt es bei der BZGA zum Bestellen oder selber ausdrucken.

Es gibt keine allgemeinen Empfehlungen für den Termin bei der Physiotherapie. Es empfiehlt sich, die Physiotherapie-Praxis vorab telefonisch zu kontaktieren und möglichst in jeweilige bekannte Praxen zu gehen, die die CF-spezifischen sowie allgemein empfohlene Hygienemaßnahmen beachten. Je nach gesundheitlicher Situation könnte dann vermehrt zuhause Physiotherapie gemacht werden. Lassen Sie sich in die Lage versetzen, für einen gewissen Zeitraum die notwenigsten Übungen selbst zuhause durchführen zu können. Wäre CF-Physiotherapie per Skype o.ä. denkbar? Machen Sie das zum Thema und fragen Sie mal nach. Es erscheint z.Zt. sinnvoll, gut zu überlegen, welche Therapietermine unbedingt notwendig sind.

Klar ist: CF-spezifische sowie allgemein empfohlene Hygienemaßnahmen beachten! Nach Keimen getrennt terminieren. Sinnvoll ist es, die Patienten in die Lage zu versetzen, für einen gewissen Zeitraum die notwenigsten Übungen selbst zuhause durchführen zu können. Wäre CF-Physiotherapie per Skype o.ä. denkbar? Machen Sie das zum Thema und fragen Sie einmal nach. Es erscheint z.Zt. sinnvoll, gut zu überlegen, welche Therapietermine unbedingt notwendig sind.

Es empfiehlt sich, vor Routineterminen die CF-Ambulanz telefonisch zu kontaktieren. Diese kann am besten beurteilen, ob Kontrolltermine ohne Risiko wahrgenommen werden können. Viele Ambulanzen und Kliniken haben bereits besondere Regelungen getroffen, um den regulären Klinik- und Ambulanzbetrieb normal fortzusetzen, andere haben die Patienten kontaktiert und Termine verschoben oder die Maßnahmen für den Ambulanzbesuch genau erklärt. Bitte sprechen Sie sich in Akutfällen auf jeden Fall mit Ihrer Ambulanz ab.

Der Mukoviszidose e.V. rät zurzeit von Urlaubsreisen ab. Viele Länder haben inzwischen die Grenzen geschlossen, Ausgangssperren verhängt oder den Flugverkehr ausgesetzt. Aus diesen Gründen kann eine sichere Rückreise zurzeit nicht gewährleistet werden. Auch Gebiete innerhalb Deutschlands sind bereits gesperrt worden, wie beispielswiese die schleswig-holsteinischen Inseln.

Von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird abgeraten. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollte, wenn nicht anders möglich, nur unter strikter Einhaltung der Hygienemaßnahmen erfolgen, zu denen neben der Händehygiene auch ein Abstand von 1-2 Metern zu anderen Menschen zählt.

Der Mukoviszidose e.V. rät zum jetzigen Zeitpunkt vom Besuch des Fitnessstudios ab. Viele Bundesländer haben Fitnessstudios bereits geschlossen.  Zurzeit spricht noch nichts dagegen, Ihre sportlichen Aktivitäten ins Freie zu verlegen (Strammer Spaziergang, Radtour etc.). Meiden Sie aber auch dann größere Menschenansammlungen. Ein Spaziergang durch die Innenstadt oder im überfüllten Park einer Stadt ist sicher nicht sinnvoll.

Die Empfehlungen für Hygienemaßnahmen finden Sie in unserer Newsmeldung zum Thema Coronavirus. Darüber hinaus ist darauf zu achten, Spaziergänge zurzeit nicht dort zu machen, wo sich viele Menschen aufhalten (z.B. in Innenstädten)